Bruder Klaus  
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Ehemann und Vater

       
   

Ein junger Obwaldner Bauer heiratete damals gewöhnlich mit ca. 20 Jahren. Niklaus aber lässt sich Zeit. Wie er die junge Dorothee Wyss kennen lernt und wie lange sie sich auf die Hochzeit vorbereiten, ist nicht bekannt. Aber er führt sie zum Tanz wie jeder andere Bursche. Noch im Ranft erinnert er sich an das Beschwingende der jungen Liebe.

Niklaus ist bereits 29-jährig, als er Dorothee heiratet. Das Haus ist bereitet, ein neuer Lebensabschnitt kann beginnen. Dorothee ist eine sympathische und tüchtige Frau. Wer ihr begegnet, findet rühmende Worte für sie. Sie nimmt die Aufgaben einer Bäuerin tatkräftig an die Hand, sorgt für Kleidung und Nahrung, pflegt den Gemüse- und Obstgarten, besorgt das Kleinvieh, sammelt Beeren und Kräuter und legt die Wintervorräte an. Eine wachsende Kinderschar füllt Küche, Stube und Schlafkammern. Mit den Jahren schenkt Dorothee ihrem Mann fünf Buben und fünf Mädchen. Die Kinder bringen den Eltern Mehrarbeit, aber auch Hilfe. Die Mädchen gehen der Mutter an die Hand, die Buben dem Vater, denn auf einem Bauernhof gibt es viel zu tun.

Wie lebt die Familie von Flüe? Ist sie besser, friedlicher als andere Familien? Es fehlen Zeugnisse, die das beschreiben. Sicher schauen die Kinder auf das Vorbild der Eltern. Der ruhige und nachdenkliche Vater kann ebenso gut zuhören wie gebieten. Auch zieht er es vor, statt mit Härte zu strafen mit Güte zu werben. Vom Ranft aus wird Niklaus später an den Rat zu Konstanz schreiben: "Mein Rat ist es, dass ihr grosszügig seid: denn ein Gutes ergibt stets das andere." Diese Lebenserfahrung hat er in Nachbarschaft, Gemeinde und Familie gewonnen. Aber auch das gute Vorbild trägt nicht bei allen Kindern Früchte. Über der späteren politischen Laufbahn des ältesten Sohnes liegen einige Schatten.

Niklaus wird als Ehemann beschrieben, der sich deutlich abhebt von damaligen Unsitten wie Trunksucht und Ehebruch. Von seiner Frau spricht er in grosser Herzlichkeit und Ehrfurcht. Sie ist in familiären und politischen Fragen gleichsam seine treue Beraterin. Dorothee ist stolz auf ihren Mann. Das stattliche Haus und sein wachsendes Ansehen im Land werten auch sie auf. Aber hie und da macht sie sich Sorgen. Sie ist ratlos und weiss nicht weiter. Denn Niklaus fordert beängstigend viel von sich ab; er gönnt sich kaum das Nötigste an Nahrung. In der Nacht steht er auf und betet stundenlang am Stubenofen. Er zieht sich nach der Arbeit zurück, um mit Gott allein zu sein. Wenn er heimkommt, ist sein Gesicht gezeichnet von Erlebnissen, die sie nicht versteht. Nach politischen Geschäften in Sachseln oder Sarnen ist er oft bedrückt und ratlos. Wie kann sie ihrem Mann zur Seite stehen?

     
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