Bruder Klaus  
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Das ‚Einig Wesen’ trägt Früchte

       
   

Nicht irgendwo in der Fremde, sondern unweit der Orte, wo er bisher als Bauer, Vater und Politiker gewirkt hat, lebt Bruder Klaus fortan als Einsiedler im Ranft. Der Ruf vom "lebendigen Heiligen" verbreitet sich in der Eidgenossenschaft und bald in ganz Europa. Viele Menschen suchen ihn auf. Es kommen Rat suchende Männer und Frauen aus der Umgebung. Bruder Klaus begrüsst sie nach der Messe durch das Fenster der Zelle: "Gott gebe euch einen seligen guten Morgen, ihr lieben Freunde und ihr liebes Volk". Es kommen Bischöfe, Äbte und Priester, die seinen rechten Glauben prüfen - aber auch bewundern. Die Regierungen eidgenössischer Stände senden häufig Briefboten in den Ranft. Auch ausländische Fürsten wie Erzherzog Sigismund von Österreich und der Herzog von Mailand schicken Gesandtschaften. Die Stadt Konstanz bittet um Vermittlung in einem Streitfall um die Gerichtsbarkeit im Thurgau. Es kommen Neugierige und Plaggeister, die Bruder Klaus belästigen. Die Obwaldner Regierung wird in Luzern vorstellig, man möchte doch unliebsame Gäste fernhalten. Bruder Klaus hat die Welt geflohen und nun kommt die Welt zu ihm.

Und wie treffen die Besucher Bruder Klaus an? Der erste Biograf Heinrich Wölflin berichtet von Leuten, die "beim ersten Anblick von grossem Schrecken befallen" wurden. Bruder Klaus ist davon gezeichnet, dass er die Wirklichkeit Gottes nicht nur im Glauben ertastet, sondern mit den Augen sieht und im Herzen erlebt. Die meisten Gäste aber äussern sich wie Hans von Waldheim aus Halle nach seinem Besuch im Jahr 1474: "Bruder Klaus ist nicht traurigen Mutes, sondern in all seinem Reden, in seinem Gang und in seinen Gebärden erlebten wir ihn als leutselig, mitteilsam, behaglich, fröhlich und vor allem freundlich." Bruder Klaus verbindet in seiner Person Himmel und Erde.

In der Nacht auf den 22. Dezember 1481 kommt ein eiliger Besucher in den Ranft - Pfarrer Heimo Amgrund. Er bringt schlechte Nachricht. Die Tagsatzung in Stans, die der zerstrittenen Eidgenossenschaft endlich Frieden bringen soll, ist gescheitert. Ein Bürgerkrieg steht bevor. Mit einer Botschaft eilt er nach Stans zurück und ruft die Tagsatzungsherren nochmals zusammen. Sie vernehmen den Rat von Bruder Klaus und finden in kurzer Zeit den Frieden. Auf seine Autorität hin ebnen auch die Landkantone den beiden Stadtkantonen Freiburg und Solothurn den Weg zur Aufnahme in den Bund. In der ganzen Eidgenossenschaft läuten die Friedensglocken. Die Schlusserklärung der Tagsatzung erwähnt die "Treue, Mühe und Arbeit, die der fromme Mann Bruder Klaus in dieser Angelegenheit gehabt hat".

Dorothee und die ganze Familie von Flüe erinnern sich jetzt zurück an die bange Zeit vor dem Abschied, an das demütigende Gerede im Dorf, an die harten Stunden des Alleinseins. Aber nun können sie sich freuen: "Unser Vater hat die Eidgenossenschaft vor einem Bürgerkrieg bewahrt. Auch unser Einsatz hat sich gelohnt."

     
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